Steliana Nistor (18) und Flavius Koczi (20) aus Rumänien gewannen den Paar-Wettkampf im Züricher Hallenstadion vor 6200 begeisterten Zuschauern dank superschwierigen Übungen im Finaldurchgang. Ariella Kaeslin/Niki Böschenstein verpassten den Final der besten vier um mickrige 15 Hundertstel.
Die Stimmung war einzigartig im Hallenstadion. Hauptverantwortlich dafür waren die Schweizer: Niki Böschenstein, ein Stimmungsturner, und die kühl und konzentriert wirkende Ariella Kaeslin, die jedoch auftaute und drei starke Übungen ablieferte, forderten von den Zuschauern Sonderapplaus. Das färbte sich auf den ganzen Wettkampf ab. Man spürte förmlich, wie alle Aktiven nach einer langen, anstrengenden Saison nochmals ihr Bestes geben wollten.
Es war im vornherein klar, dass ein Finaleinzug von Kaeslin/Böschenstein, die letztes Jahr Dritte waren, nur mit einem besonderen Exploit möglich sein würde. Und beinahe hätte es geklappt. Ariella zeigte im Halbfinal (acht Teams) im Bodenturnen eine ihrer besten Übungen. Niki turnte am Barren bis zum Abgang nahezu perfekt. Er konnte seinen Doppelsalto aber nur schlecht abfangen und rannte bis über die Matte hinaus. Ohne diesen Patzer wäre der Finaleinzug als drittes Team Tatsache geworden.
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